König der Ausreden
Der Mensch möchte mit sich im Reinen sein. Das könnte recht einfach sein, wären da nicht die eigenen Vorstellungen und die, die von außen an ihn herangetragen werden. Nach gründlicher Überlegung, welche dieser Vorstellungen denn nun umgesetzt werden sollen, geht es darum, zur Tat zu schreiten - und da wird es schon mal schwierig. Das gilt insbesondere auch für's Training, für jeden Montag Abend um 19 Uhr seine Sportsachen anziehen und nach einem sehr anstrengenden Tag auch noch irgendwie die müden Muskeln bewegen.
Nach dem Abgleich deiner Idealvorstellung mit dem, was du im Spiegel siehst, klafft regelmäßig eine Lücke. Und diese Lücke füllt nicht selten der „innerer Schweinehund“. Das Blöde dabei ist, dass die Entlastung nicht von Dauer ist, denn sie ist eingebildet. In Wahrheit hast du dich vor dem gedrückt, von dem du weißt, dass du es tun solltest. Du, und nicht der Schweinehund.
Mach es nicht unnötig kompliziert. Spar dir den Umweg und fang einfach mit kleinen Schritten an. Jeder kleine Schritt, den du gehst, ist ein Erfolg. Der gibt dir Kraft und die Zuversicht, dass du auch den nächsten schaffen kannst. Aber übertreiben es nicht vor lauter Begeisterung, dass führt unweigerlich zu Rückschlägen. Mit Geduld und Beharrlichkeit kommst du weiter, wenn du nur dranbleibst.
Regelmäßigkeit macht den Unterschied. Woran du dich gewöhnt hast, wird zum selbstverständlichen Teil deines Lebens. Dann können die nächsten Schritte nach und nach größer ausfallen. Das gilt auch für das Training. Wenn du dich mal nicht so gut fühlst, reduziere das Programm oder lass weg, was dir zu viel erscheint. Aber lass das Training nicht ausfallen!
Du bist es, der es in der Hand hat, was aus dir wird. Der Schweinehund soll bleiben, wo er ist – auf dem Gemälde in Sevilla. Du brauchst ihn nicht mehr.
Bildnachweis:
Dämon, Detail aus dem Gemälde „Das jüngste Gericht“
Maerten de Vos (1532-1603)
Museo de Bellas Artes de Sevilla
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